Elvira Lantenhammers Gemälde sind Farbereignisse, die ganz wesentlich auf Farbintensivität beruhen. Die Farbwahl und ihr Auftrag erfolgt intuitiv, in einem Erspüren der Farbwirkungen und
ihres Zusammenspiels. Der Begriff „Lageplan“ („siteplan“) unter dem sich alle abstrakten Werke subsummieren, wirkt dabei als Aktionsraster, das sich durch Offenheit auszeichnet und den
Farben neue Räume erobert. Die Farbe ist der Hauptakteur in Lantenhammers Bildern: fein abgestimmt oder in kühnen
Komplementärkontrasten. Die Spielarten des Farbauftrags in ihren Gemälden fordern zu lustvollem Sehen auf. Ihr ganz eigener Weg der Farbfeldmalerei ist geprägt von ihrer Beschäftigung mit östlicher Philosophie und dem Zen-Buddhismus. Lantenhammers Werk, das zunehmend
auch international Beachtung findet, spiegelt gelegentlich Formen wider, die einen Ort besonders prägen. Meist jedoch sind es allein die Farbklänge und ein Gefüge von Farbflächen, die
die emotionalen und energetischen Qualitäten eines Ortes oder eines Landes spürbar machen. So hat jeder Ort, jedes Land, das Elvira Lantenhammer in den letzten Jahren häufig im Rahmen
von Künstlerstipendien bereist hat, einen eigenen
Klang. Bei den in dieser Ausstellung präsentierten Bildern
handelt es sich um „Japanese Siteplan“ Nachlese. Das heisst es sind Arbeiten, die im Atelier in Schloss Homburg entstanden, aber inspiriertsind von ihrem a.i.r. Aufenthalt in Japan.



Über ELVIRA LANTENHAMMER

1956 geboren in Altötting
1976 – 1979 Ausbildung bei Restaurator Martin Zunhamer
1980 – 1986 Studium der Malerei an der Akademie der
Bildenden Künste München
seit 1998 Initiatorin von Kunst in Schloss Homburg, Kuratorin
lebt und arbeitet in Schloss Homburg am Main


Auszeichnungen
1994 Debütantenpreis des Bayerischen Staates für Wissenschaft, Forschung und Kunst
2000 – 2001 Atelierstipendium des Bayerischen Staates
2008 Projektförderung aus dem Kulturfonds des Bayerischen Staates
seit 2010 Mitglied im Deutschen Künstlerbund
2011 Kulturfonds des Bayerischen Staates
2013 Paul Ernst Wilke Stipendium
2014 artist-in-residence Bulgarien-Stipendium, Kulturamt München
2015 Residency Virginia Center for the Creative Arts, VCCA, USA
2017 a.i.r. Bharuch, Lecture Universität Baroda, Indien a.i.r./artist`s exchange, Fukuoka, Otsu, Japan-Stipendium der Stadt Würzburg
2020 Kulturpreis der Stadt Würzburg


Auswahl der Ausstellungen
2020 colored, Augsburg Contemporary
2019 COLOR SITEPLAN, BOK Offenbach (S), Farbenplan, Galerie DeutschOrdensSchloss, Münnerstadt (S), Kunst in den Mai, GEDOK Galerie, München, LAGEPLAN, Galerie Franck Haus, Marktheidenfeld (S)
2018 Domestic Space I Domagk Edition, Halle 50, München, BLACK BOX(ES), Saarländisches Künstlerhaus, Saarbrücken, Domestic Space I Schloss Homburg Edition, Homburg am Main, Lagepläne Homburger Kallmuth, Rathaus Triefenstein (E), Domestic Space I Munich Edition, Zweigstelle Berlin, Artshop Kakemono – Japanese Siteplan, Siebold Museum Würzburg (E), abgefahren, Else 2, Bahnhof Münnerstadt, Möbius-Schleife, mit Kathrin Rabenort, Stadtgalerie Bad Soden

Ausstellungen u. a.
St.- Thomas-Kirche, Berlin,  
Kulturzentrum Zehntscheuer, Rottenburg (mit Daniel Erfle), Kunstkreis Tuttlingen,  
Galerie Dengler und Dengler (mit Daniel Erfle), Stuttgart,  Kunstverein Neukölln (mit Johannes Lacher), Berlin,  Kunstverein Lauenburg,  
Galerie im Landratsamt Freudenstadt,  
Kunstverein Schorndorf (mit Daniel Erfle), 
BrotfabrikGalerie, Berlin,  
Galerie Ruth Sachse, Hamburg,  
Galerie Carolyn Heinz, Hamburg,  
Galerie Forum Alte Werft, Papenburg,  
Galerie Gundel, Freiberg a.N.
Galerie Lysistrata, Bremen
Beteiligungen u. a.

BBK Karlsruhe,  
Galerie Judith Andreae, Bonn,  
„Experimentelle 20“, Thayngen/CH,  
Galerie Marek Kralewski im Kunstverein Freiburg,  
Galerie LaKaserna, Bad Nieuweschans, NL,  
„Trilogie 17“ in der Kunsthalle Wittenhagen,  
Donaueschinger Regionale 2013 und 2015,  
Kunstruimte 09, Groningen/NL,  
BBK Hamburg,  
Großen Kunstausstellung 2004, Halle,  
Biennale Neues Aquarell in der Kunststation Kleinsassen, Fulda,  Kunsthalle Wilhelmshaven

 

Arbeiten in öffentlichem Besitz und Sammlungen,
Kunst am Bau
Sammlung Banque LBLux, Luxemburg; Neue Pinakothek,
München; Museum im Kulturspeicher, Würzburg; Museum
im Schloss Aschaffenburg; Bayerisches Staatsministerium
für Sozialordnung, Familie und Frauen, München;
Klinikum Main-Spessart, Marktheidenfeld; Fachhochschule
Würzburg; Fachhochschule Ansbach; Fachhochschule
Schweinfurt; Industrie- und Handelskammer
Würzburg; LGA Würzburg; Landratsamt Dachau; Bund
Deutscher Psychologen, Bonn; Justizvollzugsanstalt
Würzburg; Staatliches Hochbauamt Würzburg; Stadt Altötting;
Stadt Burghausen; Finanzamt Bad Kissingen; Bayerische
Landesanstalt für Wein- und Gartenbau, Würzburg;
Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer,
Frankfurt; Bereitschaftspolizei, Würzburg; Vermessungsamt
Aschaffenburg; Finanzamt Aschaffenburg; ZIM Würzburg,
OCEAN Working Building, Bremerhaven, Otsu City
Hall, Otsu, Japan