Anne Pfeifer bricht minimalistische Formensprache durch Bewegung auf, spielt mit dem Unerwarteten, versucht der Schwerkraft zu trotzen und streichelt gegen den Strich, bis sich die Kunst abgenutzt hat. In ihren Arbeiten setzt sich die Künstlerin mit Beobachtungen des Seienden, dem Werdenden und mit der Vergänglichkeit der menschlichen Existenz sowie den damit einhergehenden persönlichen Erfahrungen auseinander. Dabei entstehen Zeichnungen, Videoarbeiten, kinetische Skulpturen und -installationen. 

Immer wieder verhandelt Anne Pfeifer gegensätzliche Themen. Die Leichtigkeit ihrer Werke erscheinen meist spielerisch und humorvoll. Erst bei genauerer Betrachtung wird die Vielschichtigkeit ihrer Werke sichtbar. Dabei bewegen sie sich häufig zwischen zwei Polen: Humor und Ernsthaftigkeit, Bewegung und Stillstand, Lärm und Stille – Leben und Tod. Für Pfeifer ist gerade die Gegenüberstellung ein Ausdruck des menschlichen Seins und dessen Vergänglichkeit. Dabei hin-terfragt die Künstlerin immer wieder Erwartungen, Wahrnehmungsprozesse und Erkenntnisse, um den Betrachter*innen eine neue Perspektive zu eröffnen.

 

Seit 2019 arbeitet Anne Pfeifer mit ihrem Partner Bernhard Kreutzer als Künstlerduo „Pfeifer & Kreutzer“.


Bewegung, das ist ein zentrales Element des künstlerischen Ausdrucks in Pfeifers Werken, welches gerade auch in ihren kinetischen Arbeiten deutlich wird. Bei diesen sind es minimalistische Objekte, denen durch den Gebrauch von Technik, Leben eingehaucht wird. Die programmierten Kompositionen scheinen wie emotionale Ausbrüche. Eine Kompositionsmethode, bei der die programmierten Schläge in abwechselnder Abfolge und Dauer, Bewegungen und Töne generieren. So entstehen rhythmische Choreografien, die immer auch den Stillstand bewusst mit einkalkulieren. Die vornehmlich auf Bewegung ausgelegten Arbeiten werden so zugleich auch Raum des Stillstands; ein Wechselspiel des Kommen und Gehens, des Wartens und Eilens.

In den Videos sehen Sie die tollen Installationen, die Anne Pfeifer in der Ausstellung präsentiert:



Anne Pfeifers Zeichnungen sezieren das Innere nach Außen und transformieren einzelne Formen im Mischtechnikverfahren, sie vereinen gegensätzliche Strukturen und Dynamiken miteinander und verformen sie zu einer Einheit. Die impulsiven Figuren werden so zu lebendigen, wie in Bewegung befindlichen Gebilden, die den Betrachter*innen entgegentreten:


Über Anne Pfeifer

Weitere Infos unter: https://www.annepfeifer.com/

1987 Geboren in Lindenfels, Hessen, Deutschland

2008 – 2012 Studium der Visuellen Kommunikation mit Abschluss Bachelor of Arts, Hochschule Pforzheim

2012 – 2017 Studium an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Jorinde Voigt und Prof. Axel Kasseböhmer

2014 LfA Förderbank Bayern–LfA-Kalender, Kulturförderung junge Kunst in Bayern

2015 Gewinner des Art for Art Trailer-Wettbewerbs der Arbeitsgemeinschaft deutscher Kunstvereine LfA Förderbank Bayern – Bocksbeutel-Edition, Kulturförderung junge Kunst in Bayern

2017 Diplom/Meisterschülerin Akademie der Bildenden Künste München, Prof. Jorinde Voigt Projektstipendium der Erwin und Gisela von Steiner Stiftung, MünchenSoloausstellung ‚Auftakt‘ im Schafhof – Europäisches Künstlerhaus in Oberbayern, FreisingKünstlerresidenz am Centre of Polish Sculpture, Orońsko, Polen

2018 Art of Engineering Kunstpreis des Ferchau-Kunstwettbewerbs (2. Platz)‚ One Artist Show‘ mit Galerie Renate Bender auf der Art Karlsruhe 2018 - im Anschluss kauft das ZKM Karlsruhe die Arbeit „Streicheleinheit“ für ihre Sammlung an.

Einjähriges Stipendium ‚Junge Kunst‘ der Staff-Stiftung und der Alten Hansestadt Lemgo mit der Solo-Abschlussausstellung ‚Einkreisung‘ in der städtischen Galerie Eichenmüllerhaus Lemgo.

Der Katalog „Ceremony“, der einen Einblick in Pfeifers Arbeit von 2014 – 2018 gibt, erscheint mit Unterstützung des BBK Nürnberg Mittelfranken, der LfA-Förderbank Bayern und des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst

Soloausstellung ‚Axis‘ im Apartment der Kunst, München

2019 Gründung des Künstlerduos Pfeifer & Kreutzer

Duo-Ausstellung ,Oscillation in Color and Sound' in der Galerie Renate Bender, München

Einzelausstellung ,Elongation', Gotischen Kapelle des Luftmuseums Amberg

Künstlerresidenz sowie Einzelausstellung in Gwangju, Südkorea. - ermöglicht durch das Ghoethe Institut, das Kulturreferat der Landeshauptstadt München, Super+Centercourt un dem Gwangju Museum of Art, Korea

Gewinner des Kunst am Bau-Wettbewerbs für das Bürgerhaus in Bischofsheim

2020 Finalist/in für den Lichtskulpturenpfad Fürstenfeldbruck